White Island – Ein Vulkan zum Anfassen

Das größte und schönste Naturwunder Neuseelands erlebt man am besten mit einem Utensil, das nicht mal bei erfahrensten Globetrottern zur Ausrüstung gehört: einer Gasmaske. Aber White Island ohne Atemschutz? Möglich. Aber nicht empfehlenswert.

Schon von Weitem – der Heli startet in Rotorua und fliegt in 40 Minuten bis zur kleinen Vulkaninsel – sieht man den Dampf, der aus dem Erdinnern hervorzischt. Eine Landung in einer Mondlandschaft. Oder besser: im Chemielabor der Erde. Kein Leben gibt es auf der Insel, nur die Schwärze des Steins und das fahle Gelb des Schwefels. Er ist auch der Grund für die Gasmaske. Natürlich entstehen lustige Fotos, wie Astronauten fühlen wir uns auf einem fremden, einsamen Planeten, dabei sind wir doch immer noch auf unserer gerade in Neuseeland so lieblichen Mutter Erde. Nur, dass hier ihre Kruste noch dünn ist. Und so zischt und blubbert es allerorten.

Eine Stunde haben wir die Insel für uns, während der Pilot und Guide uns zum Kratersee und zu einer verlassenen Bergbau-Anlage führt. Es sind die Hinterlassenschaften von Menschen, die hier einst Schwefel abbauten.

Am Abend, der Helikopter wurde zum Hotel-Shuttle, trifft man sich in der gut sortierten Bar der Solitaire-Lodge, die Gasmaske haben wir zurückgelassen. Hier wäre sie ein Frevel, denn der Sauvignon Blanc duftet nach Apfel, Stachel- und Johannesbeeren und Gras.

Bilder: © Sarah Knapheide und Touism New Zealand

 

 

 

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